40.8 Verarbeitung

40.8.1 Übersicht

Im Bereich Verarbeitung stellen Sie das Verhalten der Verarbeitungs-Engine ein: Pausen zwischen Nachrichten, das verwendete Datum, die automatische Kürzung zu langer Pfade, die Erkennung von Störungen sowie Eigenschaften der erzeugten HTML- und PDF-Dateien. Die Option “Externen Prozessor verwenden” liegt seit Version 4.5.0 auf der eigenen Seite Windows-Dienst (siehe Abschnitt 40.8.9).

Programmoptionen, Bereich Verarbeitung: Parallelitaets-Schalter, Wiederholungs-Logik bei Fehlern und Cancel-Verhalten

40.8.2 Pause zwischen Nachrichten

Feld Beschreibung
Pause (Sekunden) Wartezeit zwischen der Verarbeitung zweier Nachrichten, 0-3600

Anwendungsfall: Bei langsamen Empfänger-Systemen (E-Mail-Versand-Server mit Rate-Limit, Drucker mit langsamem Spool) verhindert eine kurze Pause Überlastung. Standardwert ist meist 0 (keine Pause).


40.8.3 Dateidatum

Auswahl Beschreibung
Aktuelles Datum Gespeicherte Dateien erhalten als Erstellungs-/Änderungsdatum den Zeitpunkt der Verarbeitung
Datum der E-Mail Gespeicherte Dateien erhalten das Eingangs-Datum der E-Mail als Datei-Datum

Anwendungsfall: Bei der Archivierung von Eingangsrechnungen ist das Datum der E-Mail sinnvoll, weil Sortierungen im Archiv-Ordner dann der zeitlichen Reihenfolge des Eingangs folgen.


40.8.4 Störungsmeldung

Mit der Störungsmeldung erkennt das Programm, wenn die Verarbeitung längere Zeit ohne Aktivität ist (z.B. weil der E-Mail-Server nicht erreichbar ist oder die Engine hängt) und sendet eine Benachrichtigung. Seit Version 4.8.1 nennt die Meldung zusätzlich die Konten, die zu diesem Zeitpunkt nicht abgerufen werden können, mit Dauer und letzter Fehlermeldung. Unabhängig davon erscheint im Fehlerprotokoll eine eigene Meldung mit Handlungsempfehlung, wenn die Anmeldung eines Kontos seit mehr als zwei Stunden ununterbrochen fehlschlägt.

Feld Beschreibung
Bei Störung benachrichtigen Schaltet die Störungs-Erkennung ein
Nach Minuten ohne Aktivität Schwellwert (Standardvorgabe: 60 Minuten, Bereich 5-1440)
Empfänger E-Mail-Adresse(n) für die Störungs-Benachrichtigung

Hinweis: Die Störungs-Benachrichtigung wird über das unter Programmoptionen → Benachrichtigungen konfigurierte Standard-Sendekonto verschickt.


40.8.5 HTML-Speicherung

Option Beschreibung
Bilder in HTML einbetten Eingebettete Bilder werden als Base64-Daten direkt in die HTML-Datei geschrieben (ohne externe Datei)

Anwendungsfall: Wenn Sie HTML-Mails versenden oder archivieren wollen und sicherstellen müssen, dass alle Bilder beim Öffnen erscheinen - auch ohne Internet-Verbindung.


40.8.6 PDF-Schrift

Option Beschreibung
Arial-Schriftart für PDF verwenden Erzwingt Arial als Standardschrift in erzeugten PDF-Dateien

Hinweis: Ohne diese Option versucht der PDF-Generator die Original-Schriften der Mail zu verwenden. Wenn diese auf dem PC nicht installiert sind, werden Ersatzschriften gewählt - die Optik weicht dann unter Umständen vom Original ab.


40.8.7 Drucken

Option Beschreibung
Betreff in Druckwarteschlange anzeigen Im Windows-Druckwarteschlangen-Dialog erscheint der Mail-Betreff als Auftrags-Name

Anwendungsfall: Bei mehreren Druckaufträgen ist der Betreff hilfreicher als der generische Auftrags-Name - vor allem bei Druckern mit Aufträgen mehrerer Anwender oder Profile.


40.8.8 Fehlerprotokollierung

Option Beschreibung
Fehler protokollieren Schreibt Fehler in das Fehler-Log (siehe Kapitel 80.2)
Probleme anzeigen Zeigt im UI Hinweise auf Probleme an (Dialoge, Toast-Benachrichtigungen)

Tipp: Im Service-Mode ohne UI-Anmeldung hat Probleme anzeigen keine Wirkung - Fehler-Protokollierung sollte aber stets aktiv bleiben, damit nachträglich eine Diagnose möglich ist.


40.8.9 Externer Prozessor

Die Option “Externen Prozessor verwenden” liegt seit Version 4.5.0 auf der eigenen Optionen-Seite “Windows-Dienst”. Dort sehen Sie außerdem laufend den Zustand des Verarbeitungsdienstes (eingerichtet, gestartet, Starttyp, Konto) und können ihn einrichten, starten, anhalten, korrigieren und entfernen.

Weitere Informationen: (siehe Kapitel 60.3).


40.8.10 Pfadlängen

Windows erlaubt höchstens 255 Zeichen je Ordner- bzw. Dateinamen. Beim Einsatz von Platzhaltern im Speicherpfad - typischerweise dem Betreff-Platzhalter - kann diese Grenze schnell überschritten werden; das Speichern schlägt dann fehl.

Option Beschreibung
Zu lange Ordner- und Dateinamen beim Speichern automatisch kürzen Kürzt zu lange Namen automatisch auf die zulässige Länge; die Dateierweiterung bleibt dabei erhalten (Standard: aktiviert, empfohlen). Enthält ein zu langer Name den E-Mail-Betreff, wird bevorzugt dieser gekürzt - feste Bestandteile dahinter (z. B. Datum oder Absender) bleiben erhalten
Gesamtpfad zusätzlich begrenzen auf … Zeichen Optionales Limit für die Gesamtlänge des Speicherpfads (0 = keine Begrenzung). Bei Überschreitung wird zuerst der Dateiname gekürzt, danach die tiefste Ordnerebene

Anwendungsfall Gesamtlimit: Speicherorte, die mit OneDrive oder SharePoint synchronisiert werden. Dort ist der gesamte Serverpfad auf 400 Zeichen begrenzt, und Sonderzeichen (z. B. Umlaute oder Leerzeichen) können in der Server-Adresse mehrfach zählen. Ein bewährter Startwert ist 300; ziehen Sie bei sehr langen SharePoint-Adressen entsprechend mehr ab.

Feste Namen bleiben unangetastet: Gekürzt werden nur Namen mit Platzhalter-Anteilen. Ordner- und Dateinamen, die im Pfadmuster ohne Platzhalter fest vergeben sind (z. B. “Projekt-Korrespondenz”), werden nie gekürzt.

Hinweis: Ist die Kürzung deaktiviert, wird eine betroffene Nachricht mit einer verständlichen Fehlermeldung im Fehler-Log übersprungen. Führen zwei lange Namen nach der Kürzung zum selben Dateinamen, greift wie üblich die Einstellung “Wenn Datei bereits existiert” der jeweiligen Aufgabe.