60.1 Hintergrundverarbeitung und Autostart
60.1.1 Architektur ¶
Die eigentliche Verarbeitung übernimmt ein eigener Hintergrundprozess (AXPProcessor), den das Hauptprogramm startet und überwacht. Das hat zwei praktische Konsequenzen:
- Die Oberfläche bleibt auch während großer Verarbeitungsläufe flüssig bedienbar.
- Das Hauptfenster muss nicht sichtbar sein - minimiert oder in den Infobereich verschoben läuft die Verarbeitung normal weiter.
Ein Watchdog überwacht den Hintergrundprozess und startet ihn bei Bedarf neu. Bleibt die Verarbeitung ungewöhnlich lange ohne Lebenszeichen, meldet das Programm eine Störung.
Für den Betrieb ohne angemeldeten Benutzer (Server, Dauerbetrieb) kann die Verarbeitung stattdessen ein Windows-Dienst übernehmen - siehe Abschnitt 60.1.4.
60.1.2 Wann wird verarbeitet? ¶
| Zustand |
Verarbeitung |
| Hauptfenster sichtbar, minimiert oder im Infobereich |
Läuft (im konfigurierten Prüfintervall, siehe Kapitel 40.6.2) |
| Programm über Beenden geschlossen |
Gestoppt - beim nächsten Start werden neue Dateien der überwachten Ordner nachgeholt |
| Außerhalb des Zeitfensters (siehe Kapitel 40.6.3) |
Pausiert bis zum nächsten Fenster |
Empfehlung für Dauerbetrieb: Aktivieren Sie in den Programmoptionen Programm mit Windows starten sowie Beim Start/Schließen in den Infobereich verschieben (siehe Kapitel 40.5.3) - so läuft die Verarbeitung unauffällig ständig mit.
60.1.3 Verhalten nach Pausen ¶
Nach einem Neustart, Rechner-Standby oder Zeitfenster-Ende verarbeitet das Programm neu eingetroffene Dateien der überwachten Ordner automatisch - Dateien gehen durch Pausen nicht verloren. Nur der vorbestehende Altbestand eines neu hinzugefügten Ordners wird bewusst nicht automatisch verarbeitet (siehe Kapitel 8.8.4); dafür gibt es das Nachholen (siehe Kapitel 60.2).
60.1.4 Betrieb als Windows-Dienst (Externer Prozessor) ¶
Für Server und Dauerbetrieb ohne angemeldeten Benutzer kann die Verarbeitung ein Windows-Dienst übernehmen. Dazu dient das Programm AXPProcessor.exe im Installationsordner mit dem Parameter --service; das Hauptfenster wird dann nur noch zur Konfiguration und zum Prüfen der Protokolle geöffnet.
Wichtig - gleiches Benutzerkonto: Richten Sie den Dienst mit dem Benutzerkonto ein, unter dem Sie auch das Hauptprogramm konfigurieren (in der Diensteverwaltung unter “Anmelden als”; nicht “Lokales System”). Einstellungen, Profile, Protokolle und die Statusanzeige sind an das Benutzerkonto gebunden - laufen Hauptfenster und Dienst unter verschiedenen Konten, sehen sie sich gegenseitig nicht.
Einrichtung im Programm (empfohlen): Öffnen Sie Optionen → Windows-Dienst und klicken Sie auf Dienst einrichten… - nach Eingabe von Dienstname, Benutzerkonto und Kennwort legt das Programm den Dienst mit einer einzigen Administrator-Bestätigung an, samt automatischem Start, Wiederherstellung nach einem Absturz und dem Recht “Als Dienst anmelden” (siehe Kapitel 40.7).
Einrichtung von Hand (Eingabeaufforderung als Administrator; Pfad und Konto anpassen - nach binPath=, obj= und password= verlangt sc.exe jeweils ein Leerzeichen):
sc.exe create "AXP2Service" binPath= "\"C:\Program Files\Automatic X-Invoice Processor 2\AXPProcessor.exe\" --service"
sc.exe config "AXP2Service" obj= ".\IhrKonto" password= "IhrPasswort"
Aktivieren Sie anschließend in Optionen → Windows-Dienst die Option Hintergrundprozessor wird extern verwaltet (z. B. als Windows-Dienst) (siehe Kapitel 40.7). Dieselbe Seite zeigt den Live-Status des Dienstes und bietet an, ihn direkt zu starten und auf automatischen Start zu setzen - inklusive automatischer Wiederherstellung nach einem Dienst-Absturz; das erledigt eine einzige Administrator-Bestätigung. Zeigt ein von Hand angelegter Dienst auf die falsche Programmdatei, meldet die Seite das und stellt es über Korrigieren richtig.
Zwei Prozesse sind normal: Im Dienst-Betrieb laufen planmäßig zwei AXPProcessor.exe-Prozesse - ein Überwacher (der eigentliche Dienst) und ein Arbeitsprozess, der die Verarbeitung ausführt. Bleibt eine Datei dauerhaft hängen (siehe Kapitel 40.6.2), wird nur der Arbeitsprozess ersetzt und die Verarbeitung läuft ohne Eingriff weiter; die betroffene Datei wird als Fehler protokolliert.
Diagnose: Startmeldungen und Betriebsereignisse stehen in der Datei ServiceDiagnostics.log im Anwendungsdaten-Ordner des Dienst-Kontos (%AppData%\Automatic X-Invoice Processor 2\). Die regulären Verarbeitungs- und Fehlerprotokolle erscheinen wie gewohnt im Hauptfenster.
Empfohlen - Störungsmeldung: Aktivieren Sie für den unbeaufsichtigten Betrieb die Störungsmeldung (Optionen → Verarbeitung, siehe Kapitel 40.6.6) - der Überwacher-Prozess sendet dann eine E-Mail, sobald die Verarbeitung länger als die eingestellte Zeitspanne stillsteht; zusätzlich landet die Meldung im Fehlerprotokoll und in der Windows-Ereignisanzeige.
Alternative ohne Dienst: AXPProcessor.exe --headless startet die Verarbeitung als eigenständigen Konsolenprozess (z. B. über die Windows-Aufgabenplanung). Weitere Parameter: --profile "Name" beschränkt die Verarbeitung auf einzelne Profile (mehrfach angebbar), --quit beendet laufende Instanzen.